Projektionen der Bundesregierung
Die Bundesregierung prognostiziert unter Federführung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) dreimal im Jahr die gesamtwirtschaftliche Entwicklung für Deutschland.
Die Jahresprojektion im Januar ist Teil des Jahreswirtschaftsberichts der Bundesregierung.
Die Frühjahrs- und Herbstprojektionen bilden die Grundlage für die Schätzungen des Steueraufkommens im Arbeitskreis "Steuerschätzungen". Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen orientieren sich bei der Aufstellung ihrer Haushalte an den projizierten gesamtwirtschaftlichen Eckwerten. Auch die Meldungen an die Europäische Union im Rahmen des Stabilitäts- und Wachstumspaktes werden auf Grundlage der Projektionen erstellt.
Die Bundesregierung projiziert die Wirtschaftsentwicklung in der kurzen und mittleren Frist sowie das Produktionspotenzial. Diese Schätzungen sind Grundlage für die Berechnung der Obergrenze der jährlichen Nettokreditaufnahme nach der Schuldenregel gemäß Artikeln 109 und 115 des Grundgesetzes.
Jahresprojektion 2012
Die Bundesregierung erwartet in ihrer Jahresprojektion für 2012 einen Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts von 0,7 Prozent.
Ausgewählte Eckwerte der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland [1]
| 2010 | 2011 | Jahres- projektion 2012 | |
Veränderung | |||
| Bruttoinlandsprodukt (preisbereinigt) Erwerbstätige (im Inland) Arbeitslosenquote in % (Abgrenzung der BA) [2] | 3,7 0,5 7,7 | 3,0 1,3 7,1 | 0,7 0,5 6,8 |
| Verwendung des BIP preisbereinigt (real) Private Haushalte und private Organisationen ohne Erwerbszweck Ausrüstungen Bauten | 0,6 10,5 2,2 | 1,5 8,3 5,4 | 1,2 2,0 0,8 |
| Inlandsnachfrage | 2,4 | 2,2 | 1,1 |
| Exporte Importe Außenbeitrag (Impuls) [3] | 13,7 11,7 1,5 | 8,2 7,2 0,8 | 2,0 3,0 -0,3 |
| Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer (nominal) | 2,2 | 3,4 | 2,4 |
[1] Bis 2011 vorläufige Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes;
Stand: 11. Januar 2012;
[2] Bezogen auf alle Erwerbspersonen;
[3] Beitrag zur Zuwachsrate des BIP.
Jahreswirtschaftsbericht 2012: