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Intelligente Netze und intelligente Zähler - Smart Grids/Smart Meter

Intelligenter und herkömmlicher Stromzähler; Quelle: EnBW Energie Baden-Württemberg AG 2010
© EnBW Energie Baden-Württemberg AG 2010

Die volatile Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien erfordert es, Netze, Erzeugung und Verbrauch effizient und intelligent miteinander zu verknüpfen - es besteht die Notwendigkeit einer bedarfs- und verbrauchsorientierten Verknüpfung von Erzeugung und Nachfrage.

Intelligente Netze ("Smart grids") sollen die fluktuierende Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und den Stromverbrauch ausbalancieren. Auf diese Weise erfolgt eine Verschiebung von der bisherigen "verbrauchsorientierten Stromerzeugung" hin zu einem "erzeugungsoptimierten Verbrauch".

Informations- und Kommunikationstechnologien werden bei der Verknüpfung der Komponenten der Energiesysteme eine zentrale Rolle spielen. Mit ihrer Hilfe soll eine Überwachung und Optimierung der miteinander verbundenen Bestandteile ermöglicht werden. Ziel ist die Sicherstellung der Energieversorgung auf Basis eines effizienten und zuverlässigen Systembetriebs.

Intelligente Netze ("Smart Grids")

Der Begriff "intelligentes Stromnetz" (engl. "smart grid") umfasst die kommunikative Vernetzung der vielen Akteure des Energiesystems von der Erzeugung über den Transport, die Speicherung und die Verteilung bis hin zum Verbrauch. Grundgedanke ist, jedes Gerät, das an das Stromnetz angeschlossen ist, im Sinne von "Plug & Play" in das System aufzunehmen. So entsteht ein integriertes Daten- und Energienetz mit völlig neuen Strukturen und Funktionalitäten. An die Stelle der bekannten Stromzähler können schon bald digitale intelligente Messgeräte ("Smart Meter") treten. Als wertvolle Helfer im "Smart Grid" messen sie nicht mehr nur den Stromverbrauch oder die eingespeiste Strommenge, um Abrechnungen erstellen zu können, sondern protokollieren auch Spannungsausfälle und versorgen intelligente Netzknoten mit wichtigen Informationen wie Strom, Spannung und Frequenz, damit diese zeitgenau Erzeugung, Netzbelastung und Verbrauch weitgehend automatisiert aufeinander abstimmen können. Selbst die intelligente Steuerung von Verbrauchs- und Speicheranlagen im Haushaltsbereich wird durch Smart Meter möglich. Dem Verbraucher können sie sein eigenes Verbrauchsverhalten veranschaulichen und helfen, Stromkosten zu sparen. Ab 2011 können Smart Meter auch die Tür zu variablen, "maßgeschneiderten" Tarifen öffnen. Dies alles kann zukünftig dazu beitragen, den Bedarf an teurem Strom in Spitzenlastzeiten zu verringern, die Netze zu entlasten bzw. besser auszulasten und die Versorgungssicherheit zu erhalten. Der Markt von Smart Metern und variablen Tarifen steckt aktuell noch in den Kinderschuhen, wird sich aber in den nächsten Jahren auch aufgrund präziser Vorgaben der Bundesregierung rasch entwickeln können.

In Deutschland werden die Smart-Grids-Aktivitäten unter dem Dach der Förderinitiative der Bundesregierung "E-Energy - IKT-basiertes Energiesystem der Zukunft" gebündelt. E-Energy ist ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) in ressortübergreifender Partnerschaft mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU).

E-Energy wurde zum Leuchtturm-Projekt der Bundesregierung erklärt und fördert bis 2013 sechs Pilotprojekte, in deren Rahmen der Nutzen des Einsatzes der Informationstechnologien im Energiebereich erforscht und erprobt wird. Daneben werden Querschnittsthemen wie z.B. rechtliche Rahmenbedingungen (etwa Datenschutz) oder Standardisierung projektübergreifend untersucht. Zu dem Gesamtvolumen von etwa 140 Mio. Euro steuern das BMWi 40 und das BMU 20 Mio. Euro an Fördermitteln bei.





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